Finanzierung-woher kommt das Eigenkapital?

„Wohneigentum ist eine wichtige Säule beim Vermögensaufbau“, erklärt Axel Goerke, Geschäftsführer der Immobilien-Axel-Goerke.de GmbH. Allerdings gelingt der Immobilien­erwerb jungen Menschen heute nicht mehr so leicht wie früheren Generationen. Das liegt vor allem an den stark gestiegenen Immobilienpreisen und an fehlendem Eigenkapital. Wie der Immobilienkauf trotzdem gelingen kann, hat eine aktuelle Studie erforscht.

 

In den vergangenen drei Jahren waren Käufer einer Eigentumswohnung laut einer Umfrage der Dr. Klein Privatkunden AG fast zur Hälfte zwischen 18 und 39 Jahre alt. Wegen der länger gewordenen Ausbildungszeiten steht in diesem Alter meistens noch nicht viel gespartes Geld zur Verfügung. Ersparnisse spielen als Eigenkapital jedoch eine wichtige Rolle bei der Finanzierung. Vor mehr als zehn Jahren stammten noch 74 Prozent des Eigenkapitals aus Erspartem, in den vergangenen drei Jahren lag dieser Wert nur noch bei 68 Prozent. Geld aus Erbschaften spielt inzwischen eine wichtigere Rolle als früher. Vor mehr als zehn Jahren betrug der Eigenkapitalanteil aus Erbschaften sieben Prozent, in den vergangenen drei Jahren waren es bereits 13 Prozent.

Auch die Unterstützung durch die Familie gewinnt an Bedeutung. Vor mehr als zehn Jahren wurden 17 Prozent der Käufer durch ihre Familie unterstützt. In den vergangenen drei Jahres waren es schon 25 Prozent. Eltern können zur Unterstützung ihrer Kinder ihre eigene Immobilien nutzen und eine Sicherungshypothek ins Grundbuch eintragen lassen oder ein eigenes Darlehen aufnehmen. Wer handwerklich geschickt ist, kann auch die sogenannte Muskelhypothek als Eigenleistung und damit als Eigenkapital einbringen. Deren Anteil ist aber von 20 Prozent vor mehr als zehn Jahren auf 13 Prozent in den vergangenen drei Jahren gesunken. Auch staatliche Fördermittel – von der KfW bis zu den Landesförderungen – werden von einigen Banken als Teil des Eigenkapitals angerechnet.

 

(Foto: © Congerdesign, Pixabay)



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